Outdoor Überleben

Prepping – Survival: Worauf genau bereiten wir uns vor?

Prepping und Survival behandeln immer die Krisensituation.
Es ist irgendwas Schlimmes passiert, und nun müssen wir damit klarkommen.
Je besser wir auf diese Krisensituation vorbereitet sind, desto größer sind unsere Chancen, durchzukommen.

Aber worauf genau bereiten wir uns vor?
Ich schreibe hier von Deutschland aus. Inmitten einer Großstadt.
An fast jeder Straßenecke gibt es einen Supermarkt, eine Tankstelle, eine Kneipe oder einen „Späti“ .
Wie wahrscheinlich ist es, dass ich hier nach essbaren Wildkräutern Ausschau halten muss?
Oder lernen muss, die Spuren eines Braunbären zu erkennen?

Im Alltag spielen hier andere Dinge eine Rolle:
Diebstahl in der U-Bahn, Raubüberfall in der dunklen Straßenecke und manchmal der Ausfall der Internetverbindung. Und selbst diese Szenarien betreffen nur die Wenigsten.

Überleben in der Stadt

Worauf also sollte sich ein Großstädter vorbereiten?
Das Verhalten in Konfliktsituationen (U-Bahn, Shopping-Center, Straßenverkehr…) ist gewiss ein Lernfeld.
Das Klarkommen mit dem Stress und Lärm der Stadt.
Und – wenn man es mal weit treibt – Planungen bei einem eventuellen Stromausfall oder Heizungsausfall im Winter.

Anders ist es auf dem Land.
Wenn der nächste Supermarkt 50 Kilometer entfernt ist und der nächste Arzt noch weiter weg wohnt.
Was ist, wenn der Schnee so massig fällt, dass man für einige Tage abgeschnitten ist?
Welche erste Hilfemaßmahmen sollte man kennen, bis dann der Krankenwagen nach einer Stunde angekommen ist?

Outdoor Überleben

Prepping und Survival:
Das sind große Themen!
Sie hängen aber stark davon ab, in welcher Lage man sich befindet.

Deshalb kann das ein erster Schritt für dich sein:
Reflektiere, in welcher Situation du dich wirklich befindest!

Natürlich kannst du dich auch als Städter mit dem Überleben im Dschungel beschäftigen.
Natürlich kannst du darüber nachdenken, wie es wäre, wenn du plötzlich in den Wald fliehen musst.
Doch ehrlich: Das ist dann ein Hobby. Dein Alltag sieht anders aus.

Daher stecke deine Energie lieber in diesen ersten Schritt:
Wo befindest du dich? Wie sieht deine Lage aus?
Nimm eine Standortbestimmung vor!

Das könnten hilfreiche Fragen sein, damit du dir deiner Situation bewusster wirst:

– Wo befinden sich die nächsten drei Supermärkte?
– Wo liegen die nächsten zwei Krankenhäuser?
– Wo sind die nächsten vier Ärzte?
– Wo ist die nächste Apotheke?
– Welche Verkehrsmittel hast du fußläufig zur Verfügung?
– Welche Kommunikationsmöglichkeiten hast du?
– Wo sind die nächsten Nachbarn? Kennst du sie? Würden sie dir helfen?
– Hast du einen 1.Hilfe-Koffer vor Ort?
– Hast du etwas Trinkwasser-Vorräte zuhause?
– Hast du Ersatzbatterien in verschiedenen Größen?
– Hast du Streichhölzer, Feuerzeuge o.ä., um ggf. eine Kerze anzuzünden?
– Welche Gefahren von Natur oder Menschen oder technischen Geräten könnten in deinem Umfeld auftreten? Wie wahrscheinlich sind solche Gefahren? Und wenn es sich um nicht unwahrscheinliche Gefahren handelt: Wie kannst du dich darauf vorbereiten?
– Wie schnell könnten Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen bei dir sein?
– Weißt du, wie man mit Verbrennungen, Wunden, Ohnmachtsunfällen, Herzinfarkten, Fremdkörpern im Hals (usw.) umgeht? Wann hast du den letzten Erste-Hilfe-Kurs absolviert?
– Hast du einen Feuerlöscher zuhause? Kannst du ihn bedienen?
– Ist es nötig, dass deine Wohnung/dein Haus besonders gegen Einbrecher geschützt werden muss? Wenn ja: Hast du es geschützt? Wenn noch nicht: Welche Maßnahmen solltest du ergreifen?
– Ist dein Auto betankt, so dass du zur nächsten Hilfestation fahren könntest (Arzt, Polizei…)?
– Weißt du, was du tun kannst, um dich gegen Hackerangriffe und „Trojanische Pferde“ zu sichern? Kannst du deinen PC beschützen?
– Hast du einen aufgeladenen Ersatzakku für dein Handy?

Sicherlich gibt es noch mehr Fragen wie diese.
Ich halte es für unnötig, sich mit Szenarien wie „Die Atombombe wurde abgeworfen“ zu beschäftigen. Sollte es so weit kommen, kann es vielleicht Sinn machen (vielleicht ist es dann aber auch alles egal).

Beschäftige dich mit den möglichen und wahrscheinlichen Gefahren, die es in deinem Umfeld geben kann.
Entwickle kontextgebundene Alltags-Lösungen.
Und wisse dabei:
Es wird wohl nie um den einen starren Hilfsplan gehen, sondern nur darum, ein paar Strategien zu kennen, ein paar Tools einsetzen zu können und ansonsten das Leben dankbar zu genießen!

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