Ausschreitungen und Unruhen in Paris gehen weiter!

Wie hier berichtet, gibt es seit mehreren Tagen Krawalle in Pariser Vorstädten.

In deutschen Online-Medien wird kaum darüber berichtet.
Immerhin habe ich heute bei der Morgenpost einen winzigen Artikel dazu gefunden:
Ausschreitungen bei Demonstration in Paris

Der Titel des Artikel klingt normal. Als Berliner kennen wir das ja: In unserer Stadt gibt es immer wieder Demos, die dann ausarten.
Und auch die Länge des Artikels klingt wie eine Randerscheinung.
Die Wirkung, die beim Leser entfaltet werden kann, ist die: „Tja, so was passiert! Nächstes Thema!“

Was allerdings übersehen werden kann, ist, dass es um einen Trend in Frankreich geht.
Die gewaltsamen Proteste sind ein Zeichen dafür, wie zerrissen die französische Gesellschaft ist.
Ein Trend, der sich nicht einfach so aufhalten lässt, sondern droht, an Fahrt zu gewinnen.
Allein die Tatsache, dass die Unruhen von den Vorstädten in das Zentrum von Paris vorgerückt sind, muss zu denken geben.

Wohl deshalb hat der Senat in Paris ein neues Gesetz beschlossen (Quelle: Deutsche Welle):
Die Regeln für den Schusswaffengebrauch für Polizisten sollen gelockert werden.
Polizisten sollen in bestimmten Situationen ohne Vorwarnung scharf schießen dürfen.

Wenn also die Integrations- und Sozialpolitik scheitert, bleibt wohl nur noch eine verschärfte Sicherheitspolitik.

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