Warum pilgern?

Mittlerweile sind über das Pilgern einige Bücher geschrieben worden.
Zu Recht.
Denn, wer einige Tage in der Natur wandernd unterwegs ist, wird – zumindest in dieser Zeit – verändert.

Das Gepäck ist auf dem Rücken.
Und die eigenen Kilos schleppt man ebenfalls mit.

Der Wind ist zu spüren.
Im besten Fall auch die Sonnenstrahlen.
Oder eben der Regen.

Die Bedürfnisse konzentrieren sich auf das Wesentliche:
Wenn ich mit dem Zelt unterwegs bin, ist die Frage, wo ich meine Schlafstätte aufbauen kann.
Wenn ich mit dem Wasserfilter fernab der Zivilisation wandere, frage ich, wo ich meine Wasservorräte auffüllen kann.
Es ist so schön, in den Pausen den Rucksack ablegen zu können und den Schultern die Erholung zu gönnen.
Jeder Tag ohne Blase an den Füßen ist ein guter Tag.

Nicht mehr der Terminkalender jagt mich, sondern ich trabe in meinem Tempo.

Diese Umstände beeinflussen Geist & Seele.
Der Wanderer bleibt ehrfürchtig vor einem grandiosen Sonnenuntergang stehen und ahnt etwas von der Größe und Majestät der Schöpfung. Vielleicht sogar vom Schöpfer.

Dann, wenn es eigentlich nur um existentielle Belange geht und man umgeben von der Natur ist, dann öffnen sich viele Menschen auch den Sinnfragen.

Was treibt mich im Alltag?
Will ich wirklich so weiterleben?
Welche Sehnsüchte leben in mir?

Viele bekommen auf einer Wanderung einen Sinn für das Spirituelle.

Kein Wunder, dass Christus mit seinen Nachfolgern wandern war.

Ich schätze Wanderungen sehr. Eben aus den genannten Gründen.
Und wenn dann noch ganz bewusst geistliche Elemente hineingenommen werden, wie z.B. ein Pilgerlied, das mehrmalige Lesen eines Psalms, das Gebet und auch der Austausch mit den Pilgergeschwistern, dann können solche Tage weichenstellend werden.

Die nächste Pilgertour ist für den Juli 2019 angedacht: Pilgertour via GWBB

Andere, kleinere Touren werden für einen Tag in der Döberitzer Heide bei Berlin oder im Elbsandsteingebirge stattfinden.

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