Corona-Virus, Deagel-Liste und mehr

Ein Bekenntnis vorneweg: Ich denke gerne „groß“ (so weit man das als Mensch überhaupt kann). Ich mag Strategien. Ich will die großen Zusammenhänge verstehen. Das reizt mich. Vielleicht ist das ein Persönlichkeitsprofil, das dann auch möglichen „Verschwörungstheorien“ zugeneigt ist. Zumindest bemühe ich mich, offen zu denken und auch mal Abwegiges zu reflektieren… um es dann unter Umständen in die Mülltonne zu kippen. Deshalb sei das als Warnung vorangestellt: Ich behaupte nicht, in diesem Artikel DIE EINE Wahrheit zu verkünden, sondern denke nur laut nach. Vielleicht wird der Artikel was für die Müllkippe sein. Schön wär’s.

Coronavirus

Als es die ersten Meldungen über diesen Virus gab, dachte ich:

‚Na, da wird die nächste Sau durch das Dorf getrieben!‘

Entsprechend habe ich geredet: „Bei jeder Grippewelle sterben Menschen und kaum ein Hahn kräht danach. Also: Einfach mal den Ball flach halten!“

Mittlerweile hat sich meine Haltung geändert.

An der Stelle schreibe ich nur von dem, was sich gerade in meinem Kopf abgespeichert hat. Die konkreten und aktuellen Zahlen sind vielerorts im Internet zu finden – und variieren auch mal (hier gibt es ein Live-Zahlen-Update zum Corona-Virus: Worldometer).

Was ich wahrnehme, ist das:

Bei einer üblichen Grippewelle sterben ca. 0,1% der Infizierten. Beim Coronavirus sind es mindestens 3% (an manchen Orten werden auch ca. 10% genannt). Das ist ein beachtlicher Unterschied. Und was ich bisher noch nicht mitbekommen habe, ist, wie gut oder schlecht es den anderen Infizierten geht. So gibt es Berichte von Menschen, die keinerlei Symptome aufweisen, aber dennoch den Virus in sich haben und verbreiten können. Bei anderen zeigen sich milde Erkältungsverläufe. Und bei anderen kommt es zu schlimmen Lungenentzündungen. Männer ab dem mittleren Alter scheinen eher betroffen zu sein als Frauen oder Kinder. Und Menschen mit Vorerkrankungen (allerdings wird kaum gesagt, um was für Vorerkrankungen es sich handelt) zeigen auch eher schwere Symptome auf als Menschen mit einem stabilen Immunsystem.

Zudem soll sich das Coronavirus auch rasanter verbreiten als ein normaler Grippevirus. Die Ansteckungswege scheinen noch nicht vollständig eruiert zu sein, wobei neben der Schmierinfektion, der Tröpfcheninfektion auch die Übertragung über die Luft noch nicht ausgeschlossen ist.

Das Virus ist nun in Deutschland angekommen, und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis es sich in den Großstädten ausbreitet.

Unser Krankenhaussystem scheint, wenn man den Berichten der letzten Jahre glauben mag, nicht auf eine Epidemie größeren Ausmaßes eingestellt zu sein. Es mangelt an Ärzten und Pflegepersonal, sowie an Bettenkapazitäten. Allein in Berlin fehlen Dutzende von Amtsärzten, die befugt wären, Quarantäne-Maßnahmen anzuordnen. Und auch aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass Krankenhäuser unter Bettenmangel leiden. Sollte das sich Virus weiter verbreiten und sollte es bei den ca. 3% von Todesfällen bleiben und sollte mit etlichen schweren, nicht-tödlichen Krankheitsverläufen zu rechnen sein, gehe ich davon aus, dass unser Krankenhaussystem diese Entwicklung nicht auffangen kann. Das hieße, dass manch Erkrankte nicht fachgerecht behandelt werden können, was die Sterblichkeitsrate weiter ansteigen lassen kann, zumindest aber Krankheitsverläufe schwerwiegender oder dauerhafter werden lassen kann. Wohlgemerkt: ich bin kein Experte im Gesundheitsbereich und benenne nur das, was sich durch jahrelangen Nachrichtenkonsum und persönlichen Erfahrungen in meinem Kopf abgespeichert hat. Korrekturen der Leser sind willkommen!

All das ist mit der Annahme geschrieben, dass das Coronavirus nicht mutiert und noch aggressiver wird.

Also, nur mal auf das Coronavirus selbst bezogen, habe ich den Eindruck, dass wir es mit einer echten Herausforderung zu tun haben. Wenn es um die eigene Gesundheit geht, dann fangen Menschen an, anders zu denken und zu handeln. Vor allem, wenn das Empfinden vorherrscht, dass man sich „überall“ anstecken kann. Plötzlich werden die alten Überlebensinstinkte wach.

Vielleicht täusche ich mich, aber ich habe den Eindruck, dass mehr Menschen Hamsterkäufe betreiben.

Doch was hat das mit der Deagel-Liste zu tun?

 

Die Deagel-Liste

Details dazu hat u.a. ein mir nicht bekannter Konstantin Kirsch zusammengetragen (ich verlinke mal auf seinen Artikel, wobei ich mich mit dem Rest seiner Seite noch nicht auseinandergesetzt habe und daher nicht sagen kann, ob man den Rest meiden sollte oder ob es empfehlenswert ist):

„Was taugen die Prognosen der Deagel-Liste?…“

In Kurzfassung: Herr Kirsch entdeckt, dass die bisherigen Prognosen von Deagel ziemlich zutreffend waren. Umso erschreckender ist, was Deagel für Deutschland bis zum Jahr 2025 voraussagt:

Ein Bevölkerungsrückgang auf ca. 28 Millionen Menschen (s.a. hier: http://www.deagel.com/country/Germany_c0078.aspx)!

Wobei „Rückgang“ sehr diplomatisch klingt. Tatsächlich wäre es eine Katastrophe.

Seitdem diese Prognose aus dem Jahr 2017 veröffentlicht ist, rankten wilde Spekulationen, wie diese Firma nur auf solche Prognosen kommen kann.

In Anbetracht des Corona-Virus und der Reaktionen darauf, ist diese Prognose hingegen nicht mehr ganz unrealistisch. Die Bevölkerungsschrumpfung wäre nicht direkt kausal durch das Virus entstanden, sondern wäre auch durch die mittelbaren Folgen verursacht. Wenn sich Pflegepersonal infiziert und Kranke nicht mehr behandelt werden können; wenn Firmen wegen Quarantäne-Verordnungen oder aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen schließen, dann kann eine Wirtschaft zum Stillstand kommen; Banken geben kein Geld mehr raus, oder nur noch in engen Zeitfenstern und auch nur in Rationen; Supermärkte führen nur noch ein Not-Sortiment und Ältere und Schwächere können sich nicht mehr beliefern lassen; irgendwann kann der Mittelstand keine Gehälter mehr finanzieren; die Regierung versucht, finanzielle Lasten mitzutragen, was aber nur die Inflation anheizt; die Schuldenlasten nehmen zu; Menschen werden verzweifelter; Unruhen und Kriminalität ufern aus; die Sicherheitskräfte können die Lage kaum bewältigen, weil sie zum Teil selbst geschwächt sind und es zu viele Krisenherde gibt… in der Folge von alledem sterben zuerst die Schwächeren und Kränkeren, gewiss auch ältere Leistungsträger, die nicht mal eben so zu ersetzen sind. So können nicht nur ganze Branchen zusammenbrechen, sondern letztlich ein gesamter Staat. Historisch und global gesehen wäre das nicht das erste Mal.

Gewiss: Aktuell ist das ein Worst-Case-Szenario. Gott, bewahre davor!

Aber – so ist meine Vermutung – entsprechend könnte die Deagel-Prognose zustande gekommen sein: die These einer Epidemie mit all den gesellschaftlichen Folgen (eine andere These wäre die eines Krieges zwischen der Nato und Russland, wobei solch ein Schreckensszenario eben nicht nur auf dem russischen Boden, sondern auch in Europa ausgetragen werden könnte – beachte die Vorbereitungen für die US-geführte Truppenübung „Defender 2020“ vor den Toren Russlands, mit Einbeziehung der Nato… die größte „Übung“ seit Ende des Kalten Krieges!).

 

Der Rest: Was tun?

Ich bin – wie bereits betont – kein Experte. Nur ein einfacher Mensch, der sich seine Gedanken macht. Aus meiner Sicht gibt es diese Aspekte zu beachten:

  1. Hygiene-Regeln einhalten: Hände waschen; wenn man viel unter Menschen war, dann vielleicht sogar Desinfektionsmittel benutzen; mit den Fingern nicht zwischen den Zähnen Essensreste rauspulen 🙂 ; in den Ellenbogen niesen/husten oder in ein Tuch; usw… all das gewährt zwar keine Garantie des Gesundbleibens, aber erhöht die Chancen.
  2. Das Immunsystem stärken: soweit möglich, viel Sauerstoff in der Natur tanken; dezent Sport treiben; möglichst wenig Zucker essen; ausreichend schlafen; die nötigen Vitamine zu sich nehmen; die Hormone D und K2 nicht vernachlässigen.
  3. Proviant für mindestens zwei Wochen anlegen: Listen dazu gibt es u.a. vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (Ratgeber für Notfallvorsorge). Dauerhaft mag das keine Lösung sein, aber für eine Übergangszeit – z.B. in Quarantäne-Situationen – ist das unentbehrlich.
  4. Ein Helfer-Netzwerk installieren: Wohl dem, der genügend Freunde und Familienmitglieder hat, die in der Nähe wohnen, dann kann man sich unkomplizierter gegenseitig aushelfen. Aus meiner Sicht ist das übrigens ein strategischer Vorteil von Kirchen, die ohnehin einen gewissen Zusammenhalt leben.

Sodann ist das Mindset entscheidend.
Was wir mit dem Menschenverstand hinbekommen, sollten wir auch tun (siehe die eben erwähnten Krisenregeln). Das ist unsere Verantwortung und liegt normalerweise auch in unserem Gestaltungsbereich. Für die Missachtung solcher Regeln können wir weder Gott noch die Regierung verantwortlich machen.

Aber das Mindset geht noch darüber hinaus. Es entscheidet darüber, ob Panik ausbricht und Menschen sich wie Schwerstkriminelle übereinander her machen ODER ob wir uns gegenseitig stützen und gemeinsam durch die Krise gehen. Im ersten Fall zerstören wir unsere eigenen Grundlagen. Im zweiten Fall werden wir stärker hervorgehen.

Ich bin überzeugt, dass uns letztlich alleine Gott helfen kann. Er lässt viel Unrecht zu, warum auch immer. Doch noch viel mehr lässt Er Gutes zu und tut es auch. Er kann uns Kraft und Durchhaltevermögen geben, Hoffnung und neue Freude. Er schenkt uns durch Christus dauerhaften Frieden für unsere Seelen. Durch Ihn wissen wir: die Leiden auf dieser Welt werden vergehen und eines Tages wird Jesus vollständig sichtbar. Für alle. Dann wird es für immer Frieden und Gutes geben. Wer auf Ihn hofft, der wird Gutes empfangen. Jetzt in dieser Welt, aber auf jeden Fall in der künftigen. Dieses Mindset kann die Kraft geben, inmitten von Krisen Hoffnungszeichen zu setzen. Für Gott und das Miteinander.

Deshalb: mit Gott-Glauben und Verstand weitermachen, keine Panik schüren, sondern alles dafür tun, dass wir zusammenstehen. Egal, woher man kommt und wer mein Gegenüber ist.

P.S. Und hier jetzt wirklich was für Verschwörungstheoretiker:
Indische Wissenschaftler, u.a. von der Universität Delhi, haben das Virus untersucht und nehmen an, dass das Corona-Virus gar nicht so sehr anderen Viren dieser Art gleiche, sondern vielmehr Parallelen zum HIV-1 gp120 oder HIV-1 Gag habe. Diese Parallelität sei so besonders, dass sie kaum glauben könnten, dass das 2019-nCoV auf natürliche Weise entstanden sei… mit meinen Worten: es gäbe Indizien dafür, dass dieses Virus von Menschen gezüchtet sei (Quelle: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.01.30.927871v1.full.pdf). Sollte dem so sein, wäre das natürlich besonders krass, wenn man sich vorstellt, dass sich HIV nun auch durch Tröpfeninfektion verbreiten könnte.
Entsprechend auch das Ergebnis einer chinesischen Untersuchung, was die Ähnlichkeit zum HIV betrifft: Yahoo-News „Corona-Virus far more likely SARS“.
Verschwörungstheorie off.

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