Einen Spaziergang (Mini-Wanderung) wert: Der Spandauer Forst

Berlin hat ja trotz Großstadtdasein so seine grünen Ecken. Zum Beispiel den Spandauer Forst. Natürlich macht sich auch hier die Großstadt bemerkbar. Aber nur an einzelnen Ecken des Spandauer Forstes, wenn sich Dutzende von Menschen am Wochenende an den Wildtiergehegen, Nähe Johannesstift, drängen. Doch viele gehen gar nicht so tief in den Wald hinein, sondern bleiben letztlich in Rufweite zu ihrem Auto.
Heute konnte ich mal für eine Stunde in den Spandauer Forst eintauchen. Das Wetter war toll, nicht zu warm, nicht zu kalt. Es war eine besondere Luft, die schon etwas Sommer-Feeling darreichte, aber viel mehr noch das Aufblühen der Frühlingswochen zelebrierte. So mitten in der Woche, und eben in einem nicht so prominenten Teil des Forstes, war es vergleichsweise ruhig und einsam (abgesehen von 2 anderen Spaziergängern und weiter entfernt fahrenden Radlern).
Der „Einstieg“ befand sich unweit der ehemaligen Nervenklinik Spandau, an einem Pferdehof gelegen.

An manchen Flecken kamen Kindheitserinnerungen hoch. Vor zig Jahren hatte ich hier mit Freunden gespielt, damals, als die Berliner Mauer noch stand. Da gab es hier kaum Rasenfläche, sondern große Sandberge.

Im Spandauer Forst gibt es etliche breite Wege, die sich sowohl zum Laufen, Joggen und Radfahren eignen.

Aber mich reizen mehr die schmalen Wege und Pfade, auf denen man zumindest mit dem Fahrrad nicht weiterkommt.

Irgendwann stößt man wieder auf die breiten Wege.

Aber gleich daneben gibt es mehr zu entdecken. Ich weiß gar nicht, wie ich das bezeichnen soll. Wahrscheinlich gibt es einen Fachbegriff dafür. Ist es ein Tümpel? Ein Bächlein? Auf jeden Fall ist es ein Gewässer! Echt schön, das mitten im Spandauer Forst zu erleben.

Wer sich im Wald westwärts hält, kommt schließlich auf den ehemaligen Mauerweg. Von dem asphaltierten Weg an, stand ungefähr 10-20 Meter weiter die ehemalige Mauer b.z.w der Grenzzaun zwischen West-Berlin und der DDR. In meiner Kindheit konnte ich manchmal die Wachhunde sehen und hören. Jetzt ist der Grenzstreifen voller Bäume, Sträucher und Pfade. Übrigens: auf diesem Weg lässt es sich sehr gut radeln.

Mich zog es wieder auf einen schmalen Pfad. Wer die Augen öffnet, kann hier durchaus Ringelnattern (s. Fotos) oder Blindschleichen begegnen.

Zwischendurch gibt es kleine Lichtungen, die so aussehen, als müsste man dort zelten oder zumindest picknicken.

Ein alter Baumstamm. Wahrscheinlich von einem Sturm niedergeschmettert worden. Eigentlich ist er tot. Dennoch bietet er anderen Lebewesen noch eine Fläche, um zu sich entwickeln. Irgendwie ein sinnhaftes Bild dafür, dass wir auch mit unserem Menschenleben eine „Fläche“ für andere hinterlassen können, damit sie ihr Leben zum Aufblühen bringen können.

Und zum Schluss noch ein sinnhaftes Bild. Ein Bild, das sehr gut die Dreieinigkeit Gottes darstellt: ein Gott, der doch drei Personen ist. Drei in einem. Einer in drei.

 

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